Alles rund um Flachs
Bad Sobernheim, 01.09.2011
(red). Am Sonntag, 4. September, veranstaltet das Freilichtmuseum nach dem guten Erfolg im Vorjahr wieder seinen Flachstag.
Noch vor etwa hundert Jahren bauten die Bauern auch im Raum Hunsrück sowie im Westerwald Flachs an und webten ihr Leinen selbst. In keiner Aussteuertruhe fehlten die Leinentücher oder die mit Monogramm bestickten Leinenhemden.
Am Veranstaltungstag erfahren die Besucher alles rund um den Flachs, eine fast vergessene Pflanze: Im Museumsgelände können sie den Weg vom Samen bis zum Leinenhemd vor Ort verfolgen. So wurde ein Flachsfeld speziell für diesen Tag ausgesät und steht zur Ernte bereit.
Erstmalig beteiligt sich eine Schülergruppe an einer Veranstaltung des Freilichtmuseums:
Die Bilinguale Montessori Schule aus Heidesheim begleitet den Aktionstag. Die Schüler sowie die Lehrer informieren fachkundig zum Thema Flachs und betreuen viele der zahlreichen Mitmachstationen.
Der Idar-Obersteiner Restaurator Paul-Markus Déus gibt in Haus Zell- Merl praktische Tipps und Informationen rund um den Einsatz von Leinöl im Handwerk.
Zurzeit erlebt das Linoleum, ein weiteres Produkt auf Leinölbasis, eine wahre Renaissance. Künstlerisch nähert sich Kristina Boneva dem Veranstaltungsthema. Als Ausgangsmaterial einer ihrer Schmuckkollektionen dient die fast vergessene Pflanze: Sie stellt Unikatschmuck aus Flachs sowie weiteren Naturmaterialien her.
Zudem ist die historische Metzgerei Wöllstein geöffnet und die Museumsbäcker kochen „Latwersch“ (Pflaumenmus).
Schüler packen selbst mit an
Bad Sobernheim, 27.08.2011
(red). „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Gemäß dem Leitspruch Maria Montessoris bekommen Schüler vom 29. August bis 2. September und darüber hinaus im Freilichtmuseum Bad Sobernheim einen Einblick in Leben und Arbeiten in früheren Jahrhunderten und packen auch selber mit an.
In der einführenden Projektwoche werden die unterschiedlichen Tätigkeiten, die mit dem harten Leben verbunden waren, entdeckt und nachvollzogen. Vom Arbeiten mit Pflug, Dreschflegel und Windfege über das Besenbinden bis hin zum selbstständigen Drucken in der museumseigenen Druckwerkstatt - die Kinder werden in dem einwöchigen Intensivprogramm vielseitig gefördert und gefordert.
Besonderen Stellenwert sollen die Themen Flachs und Leinenherstellung einnehmen. Die Schüler werden für den Flachstag, den das Freilichtmuseum am 4. September ausrichtet, in Eigenregie Info- und Mitmachstationen zur aufwendigen Herstellung der vielseitigen Nutzpflanze erarbeiten und betreuen. So wird das in der Intensivwoche gewonnene Wissen direkt angewendet und weitervermittelt.
Auch nach Einführungsphase und Veranstaltungstag bleibt die Kooperation zwischen Museum und Schule bestehen. So werden die Schüler ein ganzes Jahr in die Tier- und Grünpflege des Museums einbezogen und beispielsweise einige Stationen für einen Natur-Kulturlehrpfad entwickeln.
Das Konzept der Ganztagsschule beinhaltet ganz konkret das Arbeiten in praxisbezogenen Projekten, und so freut sich besonders Museumspädagogin Monika Ebers über die Kooperation, die von Klassenlehrerin Andrea Bernstorff initiiert wurde.
Informationen unter Telefon 0 67 51/38 40 oder www.freilichtmuseum-rlp.de.
Schülern Lust auf Schule machen
Heidesheim, 11.08.2011
Von Lena Fleischer
MONTESSORISCHULE - Lars Prignitz wird neuer Leiter am bilingualen Bildungsinstitut
Seit 1. August ist Lars Prignitz kein verbeamteter Lehrer mehr. Diesen Status hat er aufgegeben, um ab sofort Kindern ein Glücksgefühl zu bescheren. Prignitz ist der neue Schulleiter der Bilingualen Montessorischule. Nach zwölf Jahren im Dienst kehrt der 39-Jährige staatlichen Schulen den Rücken und verlässt Nordrhein-Westfalen und will in Heidesheim Schule gestalten.
2009 hat die Montessorischule ihren Betrieb überhaupt erst aufgenommen, so dass es in diesem neuen Schuljahr erstmals eine siebte Klasse gibt. Vieles verändert sich an der Schule, die Anmeldezahlen steigen, der Platz im Budenheimer Weg wird eng. Das kann keine Dauerlösung sein, Prignitz und die Träger der Schule, die „Montessori-Fördergemeinschaft Ingelheim“ sind auf der Suche nach einem anderen Standort, der mehr Raum bietet. Kein einfaches Unterfangen.
Wechsel war logischer Schritt
„Es ist ein Mammutprojekt“, sagt der Zwei-Meter-Mann, der nicht so aussieht, als fürchtete er sich davor. „Der Wechsel war für mich der logische Schritt“, sagt er. Nach Jahren als Deutsch- und Erdkundelehrer an Realschulen in Köln und auf dem Land an der belgischen Grenze, will er nun in Heidesheim noch konsequenter umsetzen, was er bisher mit Schülern als so genannten „projektorientierten Unterricht“ vorangetrieben hat. Als Dozent der Uni Köln sind ihm reformpädagogische Ansätze, Erkenntnisse der Gehirnpsychologie nicht neu. Jetzt ist es Zeit, die in die Tat umzusetzen.
„Ich bin davon überzeugt, dass Jugendliche gerne lernen. Und das gilt nicht nur für gute, sondern auch für sozial schwierige Schüler“, sagt Prignitz. Die Herausforderung sei es, Formen zu finden, in denen die Kinder und Jugendlichen Erfolgserlebnisse machen könnten. Fächerinhalte vermitteln und sie mit den Interessen der Schüler verknüpfen, sei das Geheimnis. Der Schulleiter ist dagegen, dass Kinder ausschließlich lernen, um Wissen für eine Klassenarbeit abzuspulen oder am Ende des Schuljahres eine gute Zeugnisnote zu bekommen. „Kinder sollen Kompetenzen erlernen. Dazu gehört beispielsweise auch, wie mit Konflikten umzugehen ist.“
Anti-Gewalt-Training findet er wichtig und hat versucht, seinen ehemaligen Schülern Strategien aufzuzeigen, wie sie mit Mobbing in der Schule und im Alltag umgehen, wie sie damit klarkommen, wenn sie von anderen ausgegrenzt werden. „Es gehört zum Leben, zu lernen und ich möchte Schule so gestalten, dass die Schüler Lust dazu haben“, hat sich Prignitz auf die Fahne geschrieben.
Die neue siebte Klasse beispielsweise fährt nun jeden Montag ins Freilichtmuseum nach Bad Sobernheim. Dort werden die Kinder einen Lehrpfad erstellen und so Fächer wie Geschichte und Erdkunde lebendig werden lassen und, sozusagen nebenbei, den Umgang im Team üben. „Eine solche Arbeit vergessen die Kinder nie. Das sind Stunden, auf die es uns ankommt“, sagt Prignitz.
An der Montessorischule soll nicht nur jedes Kind dort abgeholt werden, wo es steht. Jede Klasse wird zudem von zwei Lehrern betreut und die Schüler erhalten keine Zeugnisnoten, sondern werden individuell beurteilt - auch in der Sekundarstufe. Prignitz freut sich auf das, was vor ihm liegt. Er sagt: „Es gibt keine wertvollere Arbeit als den Umgang mit Kindern und Jugendlichen.“
Rüde Wolfi gibt Nachhilfe im Lesen
Mainzer Rhein-Zeitung, 29.06.2011
Heidesheim - Fröhlich hopst die siebenjährige Elisa die Treppe hoch in Richtung Schulbibliothek, den wild mit dem Schwanz wedelnden Sheltie-Rüden Wolfi dicht auf den Fersen. Oben angekommen, kuschelt sich Elisa auf das Futonsofa und klopf auffordernd auf das Schaffell neben sich. Wolfi versteht sofort und hüpft zu Elisa, lässt dabei aber seine Halterin und Trainerin Ute Zender-Haas nicht aus den Augen.
Denn Wolfi weiß: Jetzt wird es ernst, jetzt wird gearbeitet. Wolfi ist nämlich ein ausgebildeter Therapiehund und hilft, so ungewöhnlich das klingen mag, als so genannter Lesehund Kindern mit Lesehemmungen beim Lernen. In Einzelstunden lesen ihm jeweils zwei Kinder der Bilingualen Montessori Schule Heidesheim im wöchentlichen Wechsel etwa 20 Minuten lang aus einem Buch ihrer Wahl vor.
"Mit dem Hund an ihrer Seite sind die Kinder entspannt und fühlen sich wohl. Er schenkt ihnen die volle Aufmerksamkeit, ohne zu bewerten, unterbricht sie nicht und signalisiert dadurch: Du kannst das", erklärt Zender-Haas das Prinzip Lesehund. Dann nickt sie Wolfi und Elisa aufmunternd zu und schon legt die Zweitklässlerin los: Zunächst eher zaghaft und leise, doch im Handumdrehen taucht sie mit Haut und Haaren in die Geschichte von Hexe Lilli und dem verrückten Ritter ein. Sie erhebt ihre Stimme an den passenden Stellen, singt mit, wippt mit dem Fuß, und wenn die Spannung zu groß wird, krabbelt ihre kleine Hand zu Wolfi und knetet seine Wuschelmähne.
Dann wieder hält sie dem Hund lachend das aufgeschlagene Buch unter die Nase und sagt: "Guck mal hier, das ist ja lustig." Er wirft einen kurzen Blick darauf, schaut dann treuherzig-fragend zu seiner Trainerin und rollt sich wieder ein. Ute Zender-Haas sitzt währenddessen in greifbarer Nähe, mischt sich aber nicht ein. Auch dann nicht, wenn Elisa im Wörter-dschungel über "Don Kwietschotte" und das "Fisier" seines Helmes stolpert und die ‚holde Maid’ wiederholt zur ‚holden Madi’ wird. Warum verbessert sie Elisa nicht? "Hier steht die Kind-Hund-Beziehung im Vordergrund. Auf Anfrage helfe ich, aber für den Lernerfolg ist es wichtig, dass hier nicht bewertet wird und die Kinder sich entspannen", stellt die Sozialpädagogin klar.
Nach einer knappen halben Stunde hat Elisa das komplette Buch vorgelesen, klappt es zu und verkündet stolz wie Bolle: "Fertig!" Zender-Haas sagt anerkennend: "Hast du schon jemals eine halbe Stunde lang gelesen? Ich glaube nicht. Das hast du toll gemacht!"
Seit Ostern kommt das Therapieteam Wolfi - Zender-Haas einmal wöchentlich für eine Stunde in die Schule. Zender-Haas resümiert: "Ich bin selbst erstaunt, wie schnell die Kinder Fortschritte machen. Sie haben ihre Lesekompetenz in dieser Zeit schon ein gutes Stück erhöht. Jedes Kind profitiert auf seine Art von Wolfi, aber insgesamt kann man sagen, dass sie ruhiger, ausdauernder und konzentrierter werden."
Zum Abschied bekommt Wolfi noch ein Leckerli von Elisa. Dabei ruft sie begeistert: "Wolfi ist der perfekte Hund zum Vorlesen! So einen tollen Hund haben wir nicht, mein kleiner Tobi würde gleich bellen." Dafür bedankt sich Wolfi mit Pfötchengeben, dann saust Elisa freudestrahlend davon. Doch Feierabend hat der Lesehund noch nicht, denn auf dem Weg zu ihm ist nun die siebenjährige Alison mit dem neongelben Käppi, der er mit ebenso viel Ausdauer und Geduld aufmerksam zuhören wird.
Z Ute Zender-Haas möchte gerne weitere Tiere zum Lesehund ausbilden und sucht geeignete Vierbeiner samt Halter, die Zeit und Lust dazu haben. Weitere Auskunft über das Projekt erteilt die Bilinguale Montessori Schule Heidesheim, Telefon 06132/712 01 20.
Von unserer Mitarbeiterin Antoinette Malkewitz
Informationen erhalten Sie unter 06132-7120120
oder unter www.bilinguale-montessori-schule.de.
Freude am Lernen
Juni/Juli 2011, Kuckuck - Das Familienmagazin für Mainz, Wiesbaden und Umgebung
Die Schulzeit ist längst keine unbeschwerte Zeit mehr. Für viele Kinder ist der Schulalltag nicht
selten schon in der Grundschule durch Leistungsdruck
bestimmt.
Ein Gegenkonzept bietet die Montessoripädagogik.
Die Methode konzentriert sich als Pädagogik auf die
Bedürfnisse, Talente und Begabungen jedes einzelnen
Kindes. Kinder lernen am besten in ihrem eigenen
Rhythmus und in ihrer eigenen Art.
SchülerInnen
der Montessorischule werden dazu ermutigt,
das Tempo, dasThema und die Wiederholung der
Lektionen selbstständig zu steuern. Das Leitmotiv
ist dabei die Pflege der natürlichen Freude des
Kindes am Lernen, denn jedes Kind hat Spaß am
unbeschwerten Lernen: Wer hat nicht das eigene
Kind schon beobachtet, wie es minutenlang einen
Stein oder einen Bachlauf untersucht? Aus dieser
Erkenntnis leitete Maria Montessori ab, dass Kinder
Selbstvertrauen und Selbstständigkeit erleben und
das Gelernte so am besten verinnerlichen.
An der
Montessorischule in Heidesheim werden rund 70
SchülerInnen seit zwei Jahren erfolgreich nach diesem
Ansatz unterrichtet. Sie verteilen sich auf einen
Grundschulzweig und eine Sekundarstufe.
Die kommende siebte Klasse realisiert ab Sommer
ein ganz besonderes „Highlight“: Einen Tag pro
Woche haben sie die einmalige Chance im Rheinland-
Pfälzischen Freilichtmuseum in Bad Sobernheim
ein Projekt umzusetzen, in dem es um die
selbstständige Führung eines landwirtschaftlichen
Betriebs geht. Die Kinder werden einen Hof führen,
Tiere halten, den Betrieb organisieren und
Reparaturen durchführen und bemühen sich um
Stiftungsgelder.
Informationen erhalten Sie unter 06132-7120120
oder unter www.bilinguale-montessori-schule.de.
Andrang auf Montessori-Schule
ERWEITERUNG Zusätzliche Klasse geplant
16.02.201 - HEIDESHEIM
(red). Mit einem deutlichen Anstieg der Anmeldezahlen für das neue Schuljahr ist die Montessorischule in Heidesheim in das neue Jahr gestartet. Allein im Grundschulzweig liegt die Zahl der Bewerbungen für das Schuljahr 2011/2012 bereits vier mal höher als die zur Verfügung stehenden Plätze.
Angesichts des großen Andrangs prüft die Schule die Erweiterung der Grundschule um eine zusätzliche Klasse. Auch die im vergangenen Jahr gestartete Sekundarstufe stößt auf großes Interesse. Hier sind für das neue Schuljahr noch fünf Plätze in den Klassenstufen fünf und sechs frei. Das Schulgebäude in Heidesheim lässt eine Aufstockung der Klassenräume zu, da es noch ungenutzte Fläche in dem Gebäude gibt. Zur Verstärkung des Lehrerkollegiums sind aktuell zwei Stellen ausgeschrieben. Im Zuge der Erweiterung soll auch das Nachmittagsangebot für die Kinder verbessert werden.
Zu einem Informationsabend lädt die Montessori Schule
am 21. Februar, 20 Uhr, in das Schulgebäude,Budenheimer Weg 55
Für den Musikunterricht
15.11.2010 - HEIDESHEIM
(red). Große Freude bei den 70 Schülerinnen und Schülern der Bilingualen Montessori Schule in Heidesheim: Dank einer Spende der Deutschen Orchester-Stiftung in Berlin über 1 500 Euro konnte eine Grundausstattung für den Musikunterricht angeschafft werden.
Mareike Bartels, Vorstandsmitglied der Montessori Fördergemeinschaft Ingelheim, freut sich über die Zuwendung der Stiftung: „Diese Spende ist für uns enorm wichtig, denn der Musikunterricht hat an unserer jungen Montessori Schule einen hohen Stellenwert. Und die Spende kommt zu einem idealen Zeitpunkt, denn wir können die Instrumente gleich nutzen, um unser gemeinsames Projekt mit dem Mainzer Staatstheater vorzubereiten. Am 13. und am 28. November werden unsere Grundschulkinder an einer musikalischen Aufführung des Staatstheaters mitwirken.“
Seminar zu Pädagogik nach Montessori
21.10.2010 - HEIDESHEIM
(red). Am Mittwoch, 27. Oktober, lädt die Bilinguale Montessori Schule um 20 Uhr zu einem Abendseminar mit Claus Dieter Kaul ein.
Das Seminar richtet sich an Eltern, aber auch Lehrer sowie Erzieher und Studierende, die sich für Montessori-Pädagogik interessieren.
Für die Anforderungen der heutigen Leistungsgesellschaft muss sich die Schule nach Überzeugung der Montessori-Pädagogik grundlegend ändern.
Im Mittelpunkt der zukunftsorientierten Schule stehen demnach Persönlichkeitsentfaltung, soziale Kompetenz, Förderung der Kreativität, vernetztes Denken und ganzheitliches Lernen.
Claus-Dieter Kaul zeigt, wie die Montessoripädagogik - als ganzheitliche Pädagogik gesehen - einen wesentlichen Beitrag leisten kann, diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Eine Filmsequenz von Reinhard Kahls „Der Raum ist der 3. Pädagoge“ und konkrete Materialbeispiele machen das Vortragsthema anschaulich und bieten Anregungen für Gespräche.
Kaul gilt als einer der erfahrensten Montessori-Pädagogen Deutschlands. Er ist seit 1973 aktiver Montessori- Pädagoge. Seit 1982 ist er als Referent für die Umsetzung der Montessori-Pädagogik als ganzheitliche Pädagogik im In-und Ausland tätig.
SEMINAR
Seminarabend am 27. Oktober, 20.00 Uhr, Gebühr 7 Euro; Aula Bilinguale Montessori Schule, Budenheimer Weg 55, 55262 Heidesheim.
Kontakt: Telefon 0 61 32 / 7 12 01 20, Mail info@bilinguale-montessori-schule.de.
Montessorischule Heidesheim
Lehrer präsentieren pädagogisches Konzept
26.04.2010 - HEIDESHEIM
Vor dem Start der neuen Grundschul- und Sekundarstufenklassen zum Schuljahr 2010/11 stellten die
Lehrer der Bilingualen Montessori Schule in Heidesheim bei einem Informationsabend interessierten
Eltern die Ideen und Grundsätze der Montessori-Pädagogik vor.
Schulleiter Jürgen Giehl nutzte die Gelegenheit, über Erfahrungen im ersten Jahr des Schulbetriebs zu berichten. „Die Arbeit mit den Grundschulkindern ist sehr viel strukturierter, als viele vermuten.
Das weit gehend selbstbestimmte Lernen und Arbeiten wird auch in der Sekundarstufe zum durchgängigen Prinzip“, sagte Jürgen Giehl bei dem Informationsabend in Heidesheim.
Die Schulform zeichne sich vor allem dadurch aus, dass das soziale Miteinander der Kinder stärker beachtet und gefördert werde als in Regelschulen. „Wir haben deutlich geringere Lärmpegel in unseren Klassen,
dadurch vermeiden wir viele Konflikte von vornherein.
Die Mädchen und Jungen werden mit regelmäßiger Partner- und Gruppenarbeit schon sehr früh an das gemeinschaftliche Arbeiten gewöhnt. Dafür gibt es feste und den Kindern bekannte Regeln, deren Einhaltung konsequent nachgehalten wird“, führte Giehl aus.
Der Schulleiter berichtete, er werde häufig gefragt, ob an einer Montessorischule überhaupt Regeln und Strukturen existierten. Viele Eltern seien dann aber überrascht zu hören, welchen Stellenwert die Einhaltung von Regeln im pädagogischen Konzept der Schule einnehme.
Giehl erklärte: „Innerhalb dieser Strukturen und Regeln haben die Kinder aber Freiräume, sich entsprechend ihrer individuellen Situation mit den Lerninhalten zu beschäftigen.
Klar ist aber auch, dass alle Schülerinnen und Schüler innerhalb ihrer Schulzeit den vorgegebenen Stoff bewältigen müssen.
Im Unterschied zur Regelschule können die Kinder auf einer Montessorischule dabei aber Lernmethoden nutzen, die ihrer Persönlichkeit besser gerecht werden“.
Nach diesem Prinzip wird auch das zweisprachige Unterrichtskonzept schon ab der ersten Klasse umgesetzt. „Die Kinder lernen von Beginn an ganze Sätze und weniger einzelne Vokabeln. Dadurch sind sie in der Lage, schon früh einen verhältnismäßig großen passiven Wortschatz aufzubauen, den sie dann schon in Klassenstufe drei und vier aktiv in Wort und Schrift einsetzen können“, so Giehl.
„Die Kinder lernen dadurch auf eine selbstverständliche Art die englische Sprache während ihres Schulalltags. Vielen fällt das leichter als die konventionelle Lernmethode“, fügte er hinzu.
Abschließend wies Giehl mit ein wenig Stolz darauf hin, dass der Lernerfolg der Montessori Schüler ganz aktuell auch in verschiedenen Wettbewerben mit anderen Schulen unter Beweis gestellt wurde.
Aufgrund der großen Elternnachfrage bietet die Montessori Schule Heidesheim weitere
Informationsabende an:
03. Mai um 20.00 Uhr im Gemeindezentrum Sankt Martin in Mainz-Finthen.
20. Mai um 20.00 Uhr im Schulgebäude der Montessorischule, Heidesheim
Eine Informationsveranstaltung zur Montessori-Pädagogik wird am
25. Mai um 20.00 Uhr im Schulgebäude der Montessorischule in Heidesheim stattfinden.
31. Mai um 16.00 Uhr Tag der Kinder im Schulgebäude der Montessorischule, Heidesheim
Individuelle Förderung
PÄDAGOGIK Montessorischule will Sekundarstufe
23.03.2010 - HEIDESHEIM
Von Beate Schwenk
Seit August besuchen 22 Grundschulkinder die "Bilinguale Montessori-Schule" in Heidesheim. Die private Einrichtung, die von der "Montessori-Fördergemeinschaft Ingelheim" getragen wird, ist die erste ihrer Art in der Region. Bislang beschränkt sich das Angebot auf einen Grundschulzweig. Wenn es nach den Verantwortlichen geht, soll sich das bald ändern. Zum kommenden Schuljahr will man mit einer Sekundarstufe I (gemischte Klasse fünf und sechs) starten.
Die erforderlichen Räumlichkeiten können problemlos bereitgestellt werden. In dem von der Grundschule genutzten Trakt in Heidesheim-Uhlerborn ist ausreichend Platz für eine Erweiterung. Und zwar nicht nur im Hinblick auf die Einrichtung einer Sekundarstufe I, sondern auch für die Aufstockung des Grundschulbereichs. Die Resonanz der Eltern auf die neue Schule ist nämlich so gut, dass auch hier mit weiterem Wachstum zu rechnen ist.
Für den Start einer gemischten fünften und sechsten Klasse muss aber noch eine Hürde genommen werden: Die Schule braucht insgesamt 26 Anmeldungen. Beim Schulstart im letzten Jahr wurde dieses Ziel knapp verpasst. Das lag auch daran, dass die Standortfrage bis zuletzt unklar war und so einige Eltern noch absprangen. Nachdem die Schule nun aber eine feste Bleibe hat, ist dieses Problem vom Tisch. Die Fördergemeinschaft ist demnach auch sehr zuversichtlich: "Zurzeit", sagt Henning Holzmann von der Elterninitiative, "liegen wir gut im Plan".
Interessenten für die Sekundarstufe sieht man unter anderem in jenen Eltern, deren Kinder an anderen weiterführenden Schulen wegen fehlender Kapazitäten abgewiesen wurden. So musste etwa das Ingelheimer Gymnasium gerade wegen drängender Raumnot 30 Kinder aus Budenheim, Schwabenheim, Stadecken-Elsheim und Jugenheim abweisen, die bereits angemeldet waren. Auch bei den Integrierten Gesamtschulen gibt es regelmäßig Ablehnungen. Hier, meint Henning Holzmann, könnte die Montessorischule eine wirkliche Alternative sein. Denn das Konzept der bilingualen Schule sei auf eine Integrierte Gesamtschule (IGS) ausgerichtet. Wichtig wäre die Weiterführung natürlich auch für die aktuellen Viertklässler der Montessorischule. "In unserer Grundschulklasse sind vier Viertklässler, die allesamt jetzt in unsere Sekundarstufe kommen", sagt Holzmann.
Unterrichtet werden die Kinder nach der Methode und mit den Materialien der italienischen Reformpädagogin Maria Montessori. Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. In kleinen altersgemischten Gruppen, die im Regelfall mit zwei Lehrkräften besetzt sind, erhalten die Kinder eine ganzheitliche Erziehung. Selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten stehen dabei ebenso im Fokus wie die Förderung sozialer Kompetenzen. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass Montessorischüler sehr selbstbewusste und sozial kompetente Kinder sind, die sich gut in der Welt orientieren können", wirbt Pia Struck von der Fördergemeinschaft für die Einrichtung.
Am Mittwoch, 24. März, gibt es einen Info-Abend für die Klassenstufen 5 und 6. Beginn der Veranstaltung, die im Schulgebäude in Heidesheim-Uhlerborn stattfindet, ist 18 Uhr.
Bald mit Sekundarstufe
Montessori-Konzept erfolgreich in Heidesheim
20.03.2010 - HEIDESHEIM
(red). Nach ihrem erfolgreichen Start im vergangenen Sommer hat sich die Bilinguale Montessori Schule (BMS) in Heidesheim als neues Schulangebot im Landkreis etabliert. Für die ersten 22 Grundschulkinder der BMS, die in den Jahrgangsstufen eins bis vier nach dem Montessori-Konzept in jahrgangsübergreifenden Gruppen bilingual (deutsch und englisch) unterrichtet werden, geht das erste Schuljahr bereits auf die Zielgerade.
Besonders erfreulich sei aus Sicht von Schülern und Eltern, dass die Einbindung aller Kinder, unabhängig vom individuellen Forder- und Förderbedarf "von Beginn an erfolgreich umgesetzt werden konnte", teilt der Vorstand der Montessori Fördergemeinschaft Ingelheim mit. Schon seit dem Start wird beispielsweise eine Hochbegabtenförderung angeboten. Mit Beginn des neuen Schuljahres folgt der nächste Schritt: Die Einrichtung einer Sekundarstufe mit den Jahrgangsstufen fünf und sechs.
Mit Blick auf die angespannte Kapazität der weiterführenden Schulen in der näheren Umgebung hat die Fördergemeinschaft als Schulträger nun beschlossen, die Kapazität der Montessorischule zu erweitern. So sollen weitere Räume im Gebäude angemietet werden. Der Schulvorstand Landrat Claus Schick sowie dem Ersten Beigeordneten des Landkreises, Adam Schmitt, liegen die Erweiterungspläne vor.
Auch in der Grundschule wurde aufgrund der positiven Resonanz nun die Planung nach oben angepasst. Kinder, die in der Startphase der neuen Schule angemeldet werden, haben den Vorteil, dass die relativ kleinen Klassen bis zum Schulabschluss weitergeführt werden, so dass sich individuelle Förderung besonders gut umsetzen lässt.
Landrat Schick begrüßte die beabsichtigte Erweiterung der Montessorischule. "Ich freue mich, dass die Montessorischule in Heidesheim sich so schnell als Teil dieses Angebots etabliert hat und sogar noch Kapazität anbieten kann." Auch Schmitt würdigte das neue Schulangebot: "Wir haben uns für diese Montessorischule stark gemacht und die Gründung unterstützt. Heute sehen wir, dass es sich gelohnt hat."
Über die erweiterte Kapazität und die zusätzlichen Schulplätze können sich interessierte Eltern und Kinder bei einem Infoabend am Mittwoch, 24. März, 18 Uhr, informieren. Darüber hinaus steht die Erste Vorsitzende der Montessori Fördergemeinschaft, Anja Israel-Horváth, telefonisch unter der Nummer 0 67 07 /91 49 19 für Nachfragen zur Verfügung.
Bilinguale Montessori Schule präsentierte sich im „Gläsernen Klassenzimmer“
Tag der Offenen Tür anlässlich der offiziellen Eröffnung – Über 350 Gäste informierten sich
über die neue Schule in Heidesheim
Heidesheim, 31.Oktober 2009
Zu Beginn des neuen Schuljahres hatte die zweisprachige Montessori Schule in Heidesheim bereits den Schulbetrieb aufgenommen. Nun wurde sie auch offiziell eröffnet. Der Vorstand der Montessori Fördergemeinschaft Ingelheim hatte zum Tag der Offenen Tür eingeladen. Die Gäste konnten wahlweise an einer Schulstunde in englischer oder deutscher Sprache teilnehmen und den Unterricht beobachten. Die ersten 18 Schüler der Schule, die in den Klassenstufen Eins bis Vier gemeinsam unterrichtet werden, ließen sich von dem Trubel nur wenig irritieren. Sie demonstrierten gemeinsam mit ihren Lehrern im „Gläsernen Klassenzimmer“, was die Montessori Pädagogik ausmacht: Ein weitgehend eigenständiges und selbst bestimmtes Arbeiten in vorbereiteter Umgebung bei freier Wahl der Arbeit, der Mittel, der Arbeitsform, des Ortes und des Tempos.
Über 350 interessierte Eltern und Schüler kamen zu dem Schulgebäude im Gewerbe-gebiet Uhlerborn in Heidesheim, um sich über das Konzept der Montessori Schule zu informieren.
Nach Unterrichtsschluss stand für die Grundschüler noch ein Auftritt beim offiziellen Festakt zur Eröffnung Schule auf dem Programm. Anja Israel-Horváth, Vorsitzende der Montessori Fördergemeinschaft Ingelheim, begrüßte die Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und dankte in Ihrer Ansprache all denjenigen, die zur erfolgreichen Gründung der Schule beigetragen haben: „Durch privates Engagement und tatkräftige Unterstützung von Politik und Verwaltung konnte diese Montessori Schule entstehen. Heute sind wir glücklich, dass die Gründung gelungen ist. Jetzt arbeiten wir mit voller Kraft an der Erweiterung des Schulangebots um die Sekundarstufe Eins“.
Für den Landkreis Mainz-Bingen gratulierte der Erste Kreisbeigeordnete Adam Schmitt der Bilingualen Montessori Schule zur Eröffnung: „Der Landkreis Mainz-Bingen investiert kräftig in Bildung und Ausbau der hiesigen Schulen. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Montessori Schule hier in Heidesheim nun die erste Schule dieser Art im Landkreis haben und das gute Bildungsangebot um einen weiteren Mosaikstein bereichert wird“. Schmitt betonte in seinem Grußwort, dass die Verwaltung in vielfacher Hinsicht die Gründung der neuen Schule unterstützt hatte.
Auch die CDU-Landkreisabgeordnete Dorothea Schäfer wünschte der Montessori Schule in Ihrem Grußwort alles Gute: „Wir haben die Entstehung der Montessori Schule von Beginn an unterstützt. Umso mehr freue ich mich heute gemeinsam mit den Schülern, Eltern und Initiatoren, dass die Gründung so erfolgreich gelungen ist. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Schule im nächsten Haushalt des Landkreises berücksichtigt wird“, so Schäfer.
Zu der offiziellen Schuleröffnung gratulierten auch Irene Alt, Zweite Kreisbeigeordnete des Landkreises und zuständig für Jugend und Soziales sowie Ralf Claus, Erster Bürgermeister der Stadt Ingelheim. Als Vertreterin der Verbandsgemeinde Heidesheim nahm Petra Sauerwein, verantwortlich für Schulträgeraufgaben, an der Feierstunde teil.
Anja Israel-Horváth hob abschließend hervor, dass die noch junge Schule auch weiterhin auf die beherzte Unterstützung aus Politik und Verwaltung angewiesen sein wird. Sie gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass auch die lokale Wirtschaft ihr Engagement für die Montessori Schule noch verstärken wird. Im kommenden Jahr soll die Bilinguale Montessori Schule erweitert werden. Neben dem Grundschulzweig soll dann auch mit einer Jahrgangsstufe Fünf und Sechs der Einstieg in die Sekundarstufe gelingen. Anmeldungen sind sowohl für die Grundschule als auch für den weiterführenden Zweig noch möglich. Die Montessori Fördergemeinschaft Ingelheim wird gemeinsam mit den Eltern der ersten Schülerinnen und Schüler am 12. November 2009 bei einer weiteren Informationsveranstaltung über Inhalte und das Anmeldeverfahren der neuen Schule informieren.
Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung: Henning Holzmann / Anja Israel-Horváth
Wir sind erreichbar unter info@bilinguale-montessori-schule.de
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